Unsere Instrumente im Blasorchester – Teil 3 – Die Tuba 

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Die Tuba gehört zur Familie der sogenannten Bügelhörner und ist damit ein Mitglied der Familie der BlechblasinstrumenteBassierend“ auf dem Bügelhorn wurde im Jahre 1835 die Tuba als Auftragsarbeit komplett neu entwickelt. Der damalige preußische Musikinspizient Fr. W. Wieprecht hatte es satt, dass es keine genügend durchschlagkräftigen Bass-Instrumente für seine Musikkorps gab. Also erteilte er dem Berliner Instrumentenbauer Moritz den Auftrag, ein Bass-Instrument auf Bügelhorn-Basis zu entwickeln. Damit war das Bass-Problem beim Marschieren gelöst und die bis dahin gebräuchlichen Ophikleiden (Klappenhörner mit grausigem Klang und miserabler Stimmung) konnten in den Ruhestand gehen. Die Tuba ist somit zusammen mit dem Saxophon das jüngste Instrument im Orchester. In Deutschland sind die “hohe” Bass-Tuba in F oder Es sowie die “tiefe” Kontrabass-Tuba in B am gebräuchlichsten. Dabei findet meist die recht gelenkige Bass-Tuba in F als Einzelkämpfer sogar im Sinfonieorchester Verwendung. 

Im Blasorchester haben sich dafür die manchmal doch etwas behäbigeren B-Kontrabass-Tuben wirkenden durchgesetzt und bilden dort das wichtige harmonische Fundament, weil ja keine Streichbässe vorhanden sind.  

Die Tuben sind zusammen mit Waldhörnern, Posaunen und dem Schlagzeug für Rhythmus und Harmonie im Musikverein zuständig. Man kann sagen: „Eine gute Tuba trägt ein ganzes Orchester“.  

Dass man mit einer Tuba nicht nur „fette“ Harmonietöne spielen kann, beweisen mittlerweile viele exzellente Tuba-Solisten. Einer davon ist z.B. der Mitbegründer der Bayerischen Gypsy Brass/Funk Brass Band LaBrassBandaAndreas Hofmeir. Wenn er auf seiner Tuba den Hummelflug von Rimski-Korsakow zum Besten gibt, bringt er die Maschinerie seines Instruments beinahe zum Glühen. So mancher Klarinettist kann dann kaum glauben, dass solche schnelle Läufe auf einem Blasinstrument überhaupt spielbar sind. 


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