Wie schnell doch die Zeit vergeht! Kaum im Haus Bergfried angekommen war die Woche Jugendfreizeit auch schon wieder vorbei.

Hier ein kurzer Rückblick:

Am Samstag, den 08. Juni hatte das Warten endlich ein Ende. Die Jugend des Musikvereins machte sich auf den Weg an den Belchen in der Nähe vom Feldberg. Es war das erste Mal seit langem, dass wir nicht auf die Fuchsfarm nach Albstadt Onstmettingen, sondern in das Haus Bergfried nach Aitern sind. Dort hatten wir fünf gemütliche Tage zusammen mit der Jugendkapelle und der Jugendgruppe. Angekommen in unserem Zuhause für die kommenden Tage bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Nachdem klar war, wer neben wem liegen darf und jedes Zimmer einen Namen hatte, trafen wir uns zum „Kunst und Kaffee“. Dieses Jahr bastelten wir aus Schürzen unsere Namensschilder. Diese mussten traditionell bei jedem Essen getragen werden. Nach mehreren leckeren Hamburgern stand der Hausralley nichts mehr im Wege. Da wir in einem neuen Haus waren, konnten wir jedes noch so kleine Eck nach Fragen absuchen und haben auf diese Weise das Haus sehr genau erkundet. Die 50 Fragen waren in Alltags- und Masterfragen und in Aktionsfelder aufgeteilt. Diese mussten gefunden und richtig beatwortet werden, um auf dem Spielfeld weiter zu gelangen. Nachdem einige immer an den gleichen Fragen scheiterten, hatten andere mehr Glück und es stand bald ein Gewinner fest. Daraufhin waren doch die Meisten geschafft und bereit für die erste Nacht im Haus Bergfried.

Am Sonntagmorgen erwachten alle noch relativ früh und wir freuten uns auf das Frühstück, dass mit dem traditionellen Lied „Vom Aufgang der Sonne“ begonnen wurde. Leider wurde das Wetter für den Montag nicht so gut vorhergesagt, deswegen wurde das Highlight der Freizeit, das Geländespiel, bereits auf den Sonntag vorverlegt. Nach einer guten Probe am Vormittag und einer Stärkung beim Mittagessen ging es in mehreren Gruppen nacheinander los. Schon während dem Mittagessen wurden uns zwei Szenen eines Mordes dargestellt, diese wir im Laufe des Geländespiels lösen mussten. Gleich bei der ersten Station musste sich jede Gruppe aus seinen Fußfesseln befreien, damit alle Agenten auf Verbrecherjagd gehen können. Diese Aufgabe war wie ein Escape-Room aufgebaut. Unsere sieben Sinne brauchten wir in der folgenden Station, wo es drum ging, Spuren des Mörders im Wald zu finden. Auch unser Geschick wurde verlangt, als wir als erstes wie ein Spion schleichen mussten und anschließend einen Parkour mit Huckepack meistern durften. In der letzten Station mussten wir auf eine, mit Zeitungspapier bedeckte, Dart-Scheibe werfen und unsere geworfene Punktezahl erraten. Noch dazu konnten wir anhand von Stichwörtern die gesuchte Jahreszahl erraten. Zwischen den Stationen mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden, unter anderem eine Detektei gründen, jedem Gruppenmitglied einen Decknamen geben, die verschiedenen berühmten Detektive bestimmen, Bilderrätsel lösen oder die Geliebte von Sherlock Holmes nennen. Nachdem jede Gruppe den, durch Klopapier, gekennzeichneten Weg wieder zurück zum Haus Bergfried gefunden hatte, war noch ein bisschen Zeit übrig um für die ungelösten Fragen eine kreative Antwort zu finden und eine Geschichte zur Auflösung der Morde zu schreiben. Diese wurde dann nach dem Abendessen vorgetragen. Nach einem anstrengenden Tag quer durch das Gelände waren die Meisten geschafft und freuten sich auf das Bett.

Am Montag stand dann, der vom Sonntag verschobene, Probetag an. Dieser begann nach dem Frühstück mit den Registerproben, wo die Stücke in den einzelnen Stimmen detaillierter geübt wurden. Da es an diesem Tag wie vorhergesagt regnete, mussten wir uns in dem Haus verteilen und merkten dabei, dass alles doch ziemlich eng ist und wir uns gegenseitig im Weg standen, was das Proben betrifft. Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht und wurden von der Küche mit dem Mittagessen brägelte Maultaschen belohnt bzw. eher gesagt verwöhnt. In diesem Jahr nutzten wir die Freizeit, um die neuen Stücke für das kommende Jugendkonzert zu proben. Deswegen gingen die Proben nach dem Mittagessen weiter und nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen wurde unsere Motivation auf die Gesamtprobe nochmal gesteigert. Andere nutzen diese Pause aber auch für den Theorieunterricht, da einige der Jungmusiker in den Sommerferien den D2-Lehrgang besuchen werden. Diejenigen die einen Strafdienst bekommen haben, weil sie entweder ihr Namensschild beim Essen nicht getragen haben oder einfach ihre leeren Flaschen haben rumstehen lassen, hatten genügend Zeit, um den Müll wegzubringen oder den Gemeinschaftsraum aufzuräumen. Strafdienste gingen nie aus und waren auch immer heißbegehrt😉 Gegen 20:00 Uhr stand dann der Quizabend an. Gespielt wurde in vier Teams in jeweils 12 verschiedene Kategorien. Angefangen hat es mit der Bestimmung von verschiedenen Metropolen anhand eines kleinen Bildausschnittes, weiter ging es mit der Zuordnung eines Baumes mit Hilfe des dazugehörigen Blattes, mit der Zuordnung verschiedener Musikgenres und Geräusche aus der Küche richtig erraten. Und abgerundet wurde der Quizabend mit der Schnellraterunde. An dieser Stelle gehen Grüße an das Gewinnerteam raus.

„Die Kühe sind wach“ hieß es dann am Dienstagmorgen, als wir alle um 7:00 Uhr, eine Stunde früher als normal, geweckt worden sind. An diesem Tag stand der Hüttentag bevor und dazu gehört natürlich auch die Kühe zu melken. Solang die ersten zwei Gruppen gemolken haben, durften die anderen zwei Gruppen selber Butter schlagen. Jede Gruppe hat dann später beim Frühstück seine eigene Butter essen dürfen. Nachdem wir, wie jeden Morgen, geprobt hatten, stimmte uns die Küche mit dem traditionellen Hüttengericht Kässpätzle auf den Almtag so richtig ein. Wie natürlich das Essen gehören auch die Tiere auf eine Alm. Und da wir morgens schon Kühe gemolken haben, durften wir mittags dann die Schafe auf der Weide einfangen. Die ausgebüchsten Schafe waren wir als Team und einer von dem Team war der Schäfer, wo uns dann mit Hilfe eines Schubkarrens zu der Startlinie brachte. Mit etwas Sport ging es dann auch weiter, als wir drei Reifen in ein abgestecktes Feld rollen mussten und anschließend zu viert auf den Ski standen, um die „Talabfahrt“ zu meisterten. In einem Skioverall versteht sich natürlich. Nach einem eher anstrengenden Teil wurde unser Wissen über die Alpen und zu unseren Schweitzer Kenntnissen gefordert. Wir sollten ein Lied, dass auf Schweizerdeutsch gesungen wurde, auf Deutsch übersetzen. Bei manchen funktionierte das besser, bei manchen eher weniger. Das war aber überhaupt kein Problem, denn es hat trotzdem jeder das Jausebrettl zum Abendessen bekommen. Anschließend trafen wir uns alle in Tracht, also Lederhose, Dirndl, Bluse, kariertes Hemd. Jeder zeigte seinen einstudierten Schuhplattler auf das Lied „Rock mi“ und im Anschluss wurde der Almtag aufgelöst. Anschließend feierte nicht nur das Gewinnerteam, sondern jeder konnte das Tanzbein schwingen lassen. Somit ließen wir den wunderschönen Almtag bei einer Hüttengaudi gemütlich ausklingen.

Am Mittwoch war dann auch schon wieder unsere letzte Probe auf der Freizeit und alle erlernten Stücke wurden im kompletten Orchester gespielt. Bei dieser Probe spielten wir auch quer Beet die Stücke aus der Mappe an und wurden dabei tatkräftig von der Jugendgruppe unterstützt. Nach einem leckeren Wrap zum Mittagessen läuteten wir auch schon das letzte große Spiel ein, die Paralympics. Begonnen hat das Spiel, dass sich jede Gruppe erst einmal ein Land aussuchen bzw. ein eigenes Land erfinden durfte und ihre Nationalflagge auf die Backe malen konnte. Im Anschluss traten die Länder gleich bei dem riesen Tic Tac Toe gegeneinander an. Bei dem zweiten großen Spiel hatte jede Gruppe eine Viertelstunde Zeit, um einen Eddingstift hinter einer Linie aufzustellen. Die Schwierigkeit darin lag aber, dass man hinter der Linie nur noch mit den Händen vorrangehen durfte. Das klingt jetzt immer noch leicht, aber fragen sie mal jemand, der das Spiel mitgespielt hat, wie anstrengend es war. Das letzte Spiel war wie Biathlon aufgebaut. Man musste zu zweit, die Füße waren aneinandergebunden, eine Runde laufen und eine Frage beantworten. War diese richtig so hat man weiterlaufen dürfen, wenn nicht, musste man eine Strafrunde laufen. Zwischen den Gruppenspielen gab es auch Einzelspiele, wie blind Dosen werfen, ein Rätsel lösen und ein Musiktempo bestimmen. Da Einige nach dem Spiel noch nicht ausgepowert waren und das schöne Wetter genießen wollten, habe diese bis zum Abendessen Brennball gespielt. Zum Abendessen gab es dann leckeres Grillfleisch, Kartoffelecken und reichlich an Salaten. Anschließend überbrückten wir die Zeit am Lagerfeuer bis die Nachtwanderung beginnen konnte. In einer großen Gruppe schlichen wir im Dunklen durch die Wälder am Belchen und genossen die letzte gemeinsame Nacht auf der Jugendfreizeit.

Der letzte Tag war angebrochen und schon wieder hieß es Abschied nehmen von dem Haus Bergfried. Am Morgen brunchten wir im Freien und anschließend wurde das Haus blitzblank geputzt. So traten wir die Heimreiße an und erreichten mit etwas Verspätung am Donnerstagabend Poppenweiler.

Ein großes Danke geht an all unsere Leiter für die große Mühe, an die Küche für das spitze Essen, und auch an unsere große Jugend im Musikverein, ohne die die Freizeit nicht stattfinden kann.

 

Kategorien: Blättle

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